Stationäre Jugendhilfe

Wohngruppe „Am See“

Die stationäre Jugendhilfe stellt im Verbund diverser Erziehungshilfen eine eigenständige Hilfeform dar.

Diese Hilfe zur Erziehung auch HzE, ist ein auf Zeit angelegtes familienergänzendes bzw. –ersetzendes Angebot, wenn ein weiterer Verbleib in der Familie aktuell nicht möglich ist. Die gesetzliche Grundlage stellt das Kinder- und Jugendhilfegesetz kurz KJHG dar.

Ziel der Stationären Unterbringung in unserer Wohngruppe ist es, die Rückkehr in die Herkunftsfamilie zu erreichen oder auf ein eigenverantwortliches und selbstständiges Leben vorzubereiten.

Unsere Einrichtung betreut Kinder und Jugendliche koedukativ, altersgemischt in Form einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung (24h/ 7 Tage die Woche) mit hoher Betreuungsintensität und in engen Tagesstrukturen. Derzeit bieten wir 9 jungen Menschen in unserer Wohngruppe ein stabiles und sicheres Leben.

Dazu arbeiten wir eng mit verschiedenen Institutionen und Kooperationspartnern zusammen.

Einer der wichtigsten Partner für uns als freier Träger der privaten Kinder- und Jugendhilfe ist der VPK. Unsere Mitgliedschaft beim Verband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe Brandenburg e.V. besteht seit Beginn der Eröffnung der Wohngruppe in Radewege. Die aus der Mitgliedschaft entstanden Netzwerke und Kooperationen sowie der Austausch von Erfahrungen und der Sichtbarmachung unseres Arbeitsfeldes ist für uns wesentlicher Bestandteil unserer Qualitätsentwicklung.

Unser multiprofessionelles Team setzt sich aus Fachkräften aus verschieden pädagogischen Berufsfeldern zusammen. Besonders wichtig ist uns dabei die jeweilige Erfahrung der einzelnen Kolleg*Innen. Denn neben den beruflichen Qualifikationen ist Erfahrung und Empathie der Grundstein für Qualität und an den Bedürfnissen der Familien orientierte Arbeit.

Was unterscheidet uns von anderen Trägern der stationären Jugendhilfe?

Unser Leitgedanke ist es, Kindern und Jugendlichen aus der Region und überregional die Möglichkeit zu eröffnen kindgerecht, geborgen und bedürfnisorientiert in sicherer, ländlicher, reizarmer und kleintiergestützter pädagogischer Umgebung aufwachsen zu können. Ebenso sind wir mit unserem Angebot an den Bedarfen im Bereich der stationären Jugendhilfe gemäß §§ 34, 35 a SGB VIII – stationär – sowie § 53 SGB XII orientiert. Es werden bis zu 3 Plätze für Kinder und Jugendliche mit körperlicher Behinderung gemäß § 53 SGB XII vorgehalten. Die baulichen, strukturellen sowie personellen Voraussetzungen hierfür sind zu jeder Zeit berücksichtigt worden. Diese besondere Zielgruppe ist aufgrund unserer Expertise im Bereich Pflege und Betreuung bekannt. Uns ist es wichtig diese Plätze vorzuhalten und somit auch den Familien die sich in einer besonderen medizinischen, pflegerischen und damit sozialen Not befinden eine Chance zu bieten in der Region eine bedarfsgerechte Leistung ermöglicht zu bekommen und die Teilhabe an der Entwicklung ihres Kindes sicherzustellen.

 

Unser Leitbild

Wir, die PSL Kinder- und Jugendwohnen „Am See“ GmbH sind ein 2019 gegründeter freier und privater Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Landkreis Potsdam Mittelmark. Wir möchten Kindern und Jugendlichen das Recht auf ein gesundes, gewaltfreies und selbstbestimmtes Aufwachsen ermöglichen.

Unser vollstationäres Angebot richtet sich über Tag und Nacht vorurteilsfrei und wertneutral an alle jungen Menschen mit und ohne geistige oder körperliche Behinderung.

Jeder junge Mensch hat individuelle Bedürfnisse, die wir stets versuchen zu Erkennen und im Rahmen des pädagogischen Settings sicherstellen möchten.

Wir begegnen aktiv jeder Art von Diskriminierung, sei es aufgrund von politischer Überzeugung, Herkunft, Weltanschauung, Religion, Familienstand, Behinderung, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, Nationalität, einer persönlichen Eigenschaft, eines Zustandes oder eines Status. Wir wirken weder bei solchen Diskriminierungen mit, noch dulden oder erleichtern wir diese.

Unser Menschbild-Ansatz

Wir stehen für ein humanistisches Menschenbild und sehen alle Menschen, ob jung oder jung alt, als ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft. Wir schützen mit unserer Arbeit junge Menschen vor Ausgrenzung, Diskriminierung und sehen uns als Begleiter einer gesunden und positiven Entwicklung.

Unser humanistisches Menschenbild basiert auf der Grundannahme, dass jeder Mensch von Natur aus „gut“ ist. Kein Mensch handelt aus Bosheit destruktiv. Jeder macht von sich aus gesehen das Bestmögliche. Er handelt so, weil er im Moment nicht anders kann und ihm nichts Besseres einfällt. Jedes Verhalten ist immer ein Lösungsversuch und Teil einer Bewältigungsstrategie. Dieses Verhalten kann auch negative Auswirkungen haben ( vgl. M. & K. Baeschlinger, 2008, S.16).

 

Wir arbeiten mit einem systemischen Blick auf den Einzelfall des jungen Menschen. Wir verallgemeinern keine Probleme, Ängste und Sorgen. Somit lehnen wir ein Schubladendenken ab.

Bei Konflikten und Problemen arbeiten wir lösungsorientiert. Wir stellen nicht das Problem, sondern die Lösung in den Vordergrund. Wenn etwas gut funktioniert, machen wir mehr davon. Wir reparieren nichts, was nicht kaputt ist.

Wir sehen keine Schwächen, sondern die Stärken der jungen Menschen. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat Ressourcen, die wir positiv einsetzen können. Jede Schwäche ist eine Stärke.

 

 

Verfasser: Christopher Frenz (Sozialpädagoge B.A.) – Pädagogische Leitung der PSL Kinder- und Jugendwohnen „Am See“ GmbH

 

Bei Fragen rund ums Angebot melden Sie sich unter:

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